Neben den Sopranos gehört Breaking Bad zu den Meisterwerken und Meilensteinen der jüngeren Seriengeschichte. Ihr Schöpfer Vince Gilligan beglückte uns zum Ende von 2025 mit einer neuen Serie aus seiner Feder: Pluribus. In unserer Review (gerne reinlesen, wenn ihr erfahren wollt, ob die Serie was für euch sein könnte) haben wir die Erste Staffel bereits für ihren brechtschen Verfremdungseffekt gelobt, der aus unserer Sicht den Finger schön in altbekannte Wunden und Lebenslügen der Linken legt.
Generell werden alte Streitpunkte zwischen Linken und Rechte, Utopisten und Realisten, Menschheitsfreunden und notorischen Misanthropen in den Mittelpunkt gestellt: Ist Glück überhaupt ein guter Gradmesser für ein gutes und gesundes Leben? Jagen wir mit dem Streben nach Glück nicht eher dem Zustand des wohlbehüteten Tieres nach, das nur hin und wieder genügend Endorphin-Kicks braucht? Und was nützt uns eigentlich das Glücklichsein, wenn wir darüber alles verlieren, was uns selbst und das Leben an sich ausmacht? Können wir Rechte uns am Ende nicht doch eher mit den notorisch nörgelnden Miesepetern identifizieren, die uns Vince Gilligan als Alternative zum Faulbett des Letzten Menschen präsentiert, so unausstehlich sie auch sein mögen?
Im aktuellen Thymoscast haben unser Autor Thunderbernd und Alex zusammen mit Lambda von KonsequentFrei einen ausführlichen – wenn auch nicht spoilerfreien – Blick auf die erste Staffel von Pluribus geworfen: ihre Qualitäten, positiven Überraschungen und wie sich alles um das Glück dreht, über das die Menschheit ihr Selbst vergessen soll.








