Thymos
  • Kulturschau
    • Filme
    • Videospiele
    • Bücher
    • Musik
  • Lebensstil
    • Kleidung & Stil
    • Persönlichkeit & Familie
    • Sport & Gesundheit
    • Natur & Heimat
    • Kurioses
  • Theorie
    • Neue Rechte
    • Deutschland
    • Kultur
  • Podcast
  • Über uns
  • Mitmachen!
Kein Ergebnis
View All Result
  • Kulturschau
    • Filme
    • Videospiele
    • Bücher
    • Musik
  • Lebensstil
    • Kleidung & Stil
    • Persönlichkeit & Familie
    • Sport & Gesundheit
    • Natur & Heimat
    • Kurioses
  • Theorie
    • Neue Rechte
    • Deutschland
    • Kultur
  • Podcast
  • Über uns
  • Mitmachen!
Thymos

Die Ebenbürtigkeit der europäischen Frau – Penthesilea und die Amazonen des altgriechischen Mythos

Spartabube von Spartabube
20. November 2025
in Literatur
0
Auf Telegram teilenAuf Twitter teilenAuf Facebook teilen

Moderne Feministen wollen uns gefühlt glauben machen, daß Frauen alles können, was Männer können, und das noch wesentlich besser. Eine „starke Frau“ braucht keinen Mann.

Und die Linken bekommen Recht aus der antiken griechischen Mythologie. Bereits dort waren Frauen gefürchtete Kriegerinnen, die es auf dem Schlachtfeld mit den Männern aufnehmen konnten. Welcher Narr könnte den modernen Feminismus noch bezweifeln, wenn vom ältesten Dichter des Abendlandes – Homer –, bis zu Heinrich von Kleist alle Schriftsteller einhellig von der Macht der weiblichen Kriegerinnen berichten?

Gerade Heinrich von Kleist schildert mit seiner Penthesilea sehr anschaulich die Schlagkraft der Amazonen, wie sie den Trojanischen Krieg zwischen Trojanern und Achaiern praktisch für sich entscheiden, als sie urplötzlich auf dem Schlachtfeld erscheinen. Aus Themiscyra herbeigeeilt, wildern sie unter den Griechen auf der Suche nach Ehemännern.

Dieser Brauch ist durch vormaliges Schicksal begründet: Ein fremdländisches Volk ermordete einst die Männer der Amazonen und unterdrückte die Frauen. Nach der eigenmächtigen Befreiung erließ die erste Königin Tanais das Gesetz, daß Amazonen nur Männer ehelichen dürfen, welche sie zuvor im Kampf besiegt hätten. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, daß die Frauen des Amazonenvolkes nie wieder von Männern unterdrückt werden könnten – auf jeden Mann, der Zutritt zu ihrer Stadt bekommt, käme mindestens eine Amazone, die stärker als er ist.

Der griechische Heros ergibt sich freiwillig

Penthesilea, die Königin der Amazonen, hat sich den größten Helden der Griechen zum Gemahl erkoren. Was nicht ganz im Sinne der Tanais ist, denn laut Gesetz soll nur Ares selbst – beziehungsweise das Kriegsglück – den Amazonen ihren künftigen Ehemann vor die Waffen liefern. Penthesilea jedoch macht regelrecht Jagd auf Achill und folgt damit der Weissagung ihrer Mutter, die die Liebe der beiden prophezeite. Damit schlägt Penthesilea die göttliche Fügung des Kriegsgottes in den Wind, der ihr womöglich den passenden Gemahl zugeführt hätte. Ein Entscheidung des Willens, der noch Folgen habe würde.

Als sich die Königin und Achill schließlich im Zweikampf messen, schlägt der Pelide die Amazone nämlich mühelos nieder.

Die Amazonen können ihre Königin zwar retten, der Griechenfürst setzt daraufhin aber die Bewußtlose samt ihrer Getreuen gefangen. Doch weil auch Achill von der Penthesilea bezaubert ist, will er nicht nur ihren Körper, sondern auch ihr Herz erobern. Als die Königin aus der Bewußtlosigkeit erwacht, stellt der Pelide sich als ihr Gefangener, um den Bräuchen der Amazonen Genüge zu tun. Eine fast schon niedliche Szene zwischen diesen beiden militärischen Giganten folgt, in der Penthesilea mit kindlicher Naivität den Peliden umschwärmt.

Doch im Fortlauf dieses Poussierens werden auch die Grenzen der Täuschung deutlich: Es ist schlichtweg nicht möglich, einer Königin in Gefangenschaft vorzugaukeln, die Rollen wären vertauscht.

Als schließlich die übrigen Amazonen zur Befreiung ihrer Königin anrücken, bricht die Scharade gänzlich zusammen. Achill, nicht gewillt, sich seine Angebetete entreißen zu lassen, wirft die von Penthesilea empfangenen Blütenkränze ab und ist nun wieder der unbezwingbare griechische Heros, der zum Kampf gegen die Feinde rüstet:

Die Waffen mir herbei! Die Pferde vor!
Mit meinem Wagen rädern will ich sie!

Penthesilea, ob dieser Wandlung erschüttert, bittet Achill, ihr nach Themiscyra zu folgen, um sie dort im Tempel der Diana zu heiraten. Doch Achill beharrt darauf, sie mit in sein Königreich Phtia zu nehmen, um ihr dort einen solchen Tempel zu bauen, wenn sie unbedingt auf einem Tempel bestünde. Die beiden zerren schließlich aneinander, als wollten sie den jeweils anderen vom Fuße weg mit in ihre Heimat schleifen, bis schließlich die Amazonen erscheinen, und die beiden gewaltsam trennen.

Ein schändlicher Triumph

Die Amazonen feiern diesen Sieg, doch als die Königin tatsächlich die Unverschämtheit hat, ihre Befreiung aus der Gefangenschaft des Achill zu bedauern und vor ihren Rettern diesen „schändlichen Triumph“ zu verfluchen, wird sie von der Oberpriesterin der Diana aus dem Stamm verstoßen:

Frei, in des Volkes Namen, sprech‘ ich dich;
du kannst den Fuß jetzt wenden, wie du willst…

Sind die Götter die einzigen, welche in kultischer Zeit die Kontrollinstanz der weltlichen Fürsten darstellen, so wendet sich deren Priesterin nun gegen die Königin. Fast schon verächtlich meint jene, Penthesilea könne sich jetzt, von den Kriegsgesetzen der Amazonen entbunden, Frauenkleider anziehen und sich dem Achill zu Füßen werfen, wenn sie das so dringend wolle.

In dieser kritischen Situation kommt ein Bote des Achill, Penthesilea zum Zweikampf herauszufordern, damit der Sieger den Verlierer als Kriegsbeute mit in sein Reich nehmen könne.

Der Bote verlautbart:

So fordert er zum Kampf, auf Tod und Leben,
Noch einmal dich ins Feld hinaus, auf daß
Das Schwert, des Schicksals eh‘rne Zung‘, entscheide,
In der gerechten Götter Angesicht,
Wer würdig sei, du oder er, von beiden,
Den Staub, nach ihrem heiligen Beschluß,
Zu seines Gegners Füßen aufzulecken.

– Im Grunde steht hier recht unverblümt, daß Achill freiwillig verlieren will, um die Ehre der Penthesilea zu schonen.

Der Lauf der Tragödie

Penthesilea versteht dies jedoch komplett falsch: Sie glaubt, Achill wolle ihre Liebe ausnutzen. Wohl wissend, daß sie es nicht übers Herz brächte, das Schwert gegen ihn zu wenden, glaube er, sie im Zweikampf leicht überwinden und sie als Objekt seiner Begierde nach Phtia verschleppen zu können.

Dieser doppelte Schlag – von ihrem Stamm verstoßen und vom Geliebten augenscheinlich verraten – , treibt die Amazonenkönigin in den Wahnsinn. Und während Achill nur unzureichend bewaffnet und in Erwartung eines zärtlichen Schlagabtauschs zu ihrem Duell erscheint, rüstet sich Penthesilea mit Elefanten und Hunden, welche sie gnadenlos auf den völlig überraschten Achill hetzt, um ihn schließlich im wilden Wahn selbst anzufallen und ihre Zähne in das Fleisch des Sterbenden zu schlagen.

Als sie aus diesem Rausch erwacht, will sie gar nicht glauben, was sie selbst getan hat, und stirbt, nachdem sie sich vom „Gesetz der Fraun“ losgesagt hat, schließlich vermöge sie dank bloßer Willenskraft an dem bewußten Wunsch zu sterben. Das ist zwar eine sehr originelle Wendung, ist im Vergleich zum üblichen „In-das-Schwert-Stürzen“, aber für meinen Geschmack dann doch etwas zu unrealistisch, um noch wirklich gut oder glaubhaft zu sein. Jedoch ist dies auch mein einziger Kritikpunkt an diesem ansonsten herausragenden Werk.

Das Wesen von Autorität

Die Penthesilea verkörpert auf gleich zwei Ebenen den europäischen Geist wie kaum eine andere Figur.

Zum einen wird deutlich, welche Herausforderung es auch einem wahren Anführer ist, Vorbild zu sein, und seine Untergebenen an Tugendhaftigkeit und Ahnentreue noch zu übertreffen. Nur der Beste hat das Recht, zu herrschen. Das haben alle griechischen Legenden gemein: Sie handeln von großen Persönlichkeiten. Denn nur jene sind es wert, von ihnen zu berichten.

Die größten Krieger vor Troja entstammten allesamt Königshäusern. Denn von Anführern, die aus sicherer Entfernung Befehle geben, wird man keine Heldengeschichten erzählen, die im Laufe der Jahrhunderte zu Legenden heranwachsen. Das ist feige, nieder, und weil das jeder intuitiv spürt, spottet man über Leute, die Anforderungen stellen, welche sie selbst nicht bereit und schon gar nicht fähig sind zu erbringen.

Die Helden des Nibelungenlieds sind Siegfried und Hagen – nicht Gunther, der neben seinem eigenen Gefolgsmann blaß und unbedeutend erscheint.

Und auch Penthesilea hatte den unbedingten Rückhalt des Amazonenvolkes, auch nachdem sie von Achill geschlagen wurde – denn nichtsdestotrotz war sie die Größte unter den Amazonen. Den Rückhalt hat sie erst verloren, als sie offen mit den Regeln ihres eigenen Volkes brach und ihre eigenen Untertanen für deren Loyalität verfluchte – damit hat sie sich gemein gemacht mit jener weiblichen Schwäche, welche die Amazonen verachten, und für diese Gemeinheit wurde sie des Stamms verstoßen.

Zugleich beweist sich Penthesilea hier auch als willensstarke Schmiedin ihres eigenen Schicksals für das sie letztlich den ultimativen Preis zu zahlen bereit ist. Wer auf europäischem Boden über andere gebieten möchte, hat dies durch eigene Qualitäten zu legitimieren. Wer mit quakender Stimme fordert, man habe seine Autorität zu respektieren, braucht sich nicht zu wundern, wenn hinter seinem Rücken alle Witze über ihn machen. Ein Anführer, der die Bezeichnung auch verdient, braucht sich nicht hinter Institutionen und Titeln zu verstecken, weil die Leute ihm freiwillig folgen. Auf eine Beleidigung antwortet er mit „Komm ruhig her!“, während er sich die Ärmel hochkrempelt, statt Papi Staat anzuflehen, er möge den Bösewicht doch bitte bestrafen.

Auf formale Autorität beharrt nur, wer keine genuine hat. Hier zeigt sich eine komplett andere Geisteshaltung als in der Bibel, wo jede Autoritätsperson ihre Autorität durch Gehorsam gegen Jehova erhält: Der Europäer beugt sich nur vor dem Größten, und nach dem größten hat ein jeder zu streben.

Körperkraft hat mit Stärke nichts zu tun

Natürlich hat die Legende der Amazonen gar nichts mit modernem Feminismus zu tun. Allein die gedankliche Tiefe der Penthesilea, mehr noch in Verbindung mit ihrer tatsächlichen Größe, sucht man bei zugepiercten, grünhaarigen Frauen mit Problempony vermutlich vergeblich.

Auf eine paradoxe Art wiederum hat es viel mit modernem Feminismus zu tun. Die notwendigen Opfer, die damit einhergehen, dass die Frau ihrer Unabhängigkeit willen die Rolle des Mannes in allen Gesellschaftsbelangen einnehmen muss und welche die Amazonen im Mythos bringen – das Abschneiden der linken Brust, um ebenbürtig mit Pfeil und Bogen umgehen zu können –, sind moderne Feministen nicht bereit zu begehen. Letztere wollen alles einfach geschenkt.

Trotzdem darf die historische Korrektheit der Amazonensage eingedenk der Unterschiede allein in Körperkraft zwischen den beiden Geschlechtern mit Recht bezweifelt werden. Wer im Sportstudio Gewichte stemmt, dem ist es wohl unvorstellbar, Frauen könnten Männer mit körperlicher Gewalt unterdrücken. Aber Mythen sind bildhafte Erzählungen, die uns Aufschluss über die Welt und den Sinn darin geben können. Dass was ich als Kern des Amazonenmythos betrachte, ist nämlich etwas anderes als ein allzu wörtliches Verständnis.

Ich halte die Existenz solcher Legenden vielmehr für ein deutliches Zeichen, daß der Europäer instinktiv ein anderes Frauenbild bevorzugt als jenes der Bibel, der anderen großen mythologischen Erzählung der europäischen Kulturen. Denn dort wird die Frau praktisch mit der Ursünde gleichgesetzt und führt ansonsten eine Randexistenz. Frauen mit einem eigenen Willen tauchen in der Bibel praktisch nicht auf. Die körperliche Stärke der Amazonen dürfte dagegen im Zuge der griechischen καλοκἀγαθία, welche Äußeres mit Innerem gleichsetzt, vielmehr eine verklausulierte Metapher sein für die Seelenstärke der Frau. Und in puncto Seelenstärke – jene wahre Stärke, die für Feministen gar nicht zu existieren scheint –, sehe ich keines der beiden Geschlechter als größer. Hier findet man nicht nur legendarisch, sondern auch historisch eine Fülle von herausragenden Beispielen, bei beiden Geschlechtern, von der Eisenzeit bis zur Gegenwart.

Die europäische Mythologie verlangt Ebenbürtigkeit

Dieses erhabene Element ist es, was die europäische Geschichte auszeichnet.

Denn der Mann muß ja ohnehin nach Exzellenz streben, will er sich durchsetzen. Der Amazonenmythos stellt indes auch an die Frau Forderungen, welche über unterwürfige Gebärfreudigkeit hinausgehen. Man kann den Amazonenmythos also komplementär verstehen. Zum wohlgeratenen Mann muss ein ebenbürtiges Weib gehören. Eine Frau, die über eigene Größe und eigene Anlagen verfügt und nicht einfach eine auf ihre biologische Funktion reduzierte Gespielin ist, die der mohameddanischen wahllosen Vielweiberei und Haremskultur eignet.

Der Europäer vermählt sich nur mit den besten, damit sich im Nachwuchs die besten Anlagen der Eltern vereinen. Wie soll das bei einer willensschwachen Frau gehen? Kennen andere Kulturen solches Gedankengut überhaupt? Oder zeigt sich in diesem winzigen Splitter europäischen Heidentums womöglich schon mehr faustischer Geist als in der ganzen Bibel?

Evolution und Biologie sind ein unumstößliches Dogma – der menschliche Verstand und sein Elfenbeinturm, von dem aus er die Gesellschaft betrachtet, sind es nicht. Nicht durch Technik und Wissenschaft wird der Mensch zum Übermenschen emporwachsen, sondern durch beständige Verbesserung des eigenen Erbguts. Denn im Gegensatz zu technologischen Hilfsmitteln kann ihm das eigene Erbgut niemand aus der Hand reißen. Und mit einer kühnen Interpretation findet man diese Geisteshaltung meines Erachtens nach sogar schon in der Wiege europäischer Kultur.

Spartabube

Spartabube

"Wir verstehen es, warum eine so schwächliche Bildung die wahre Kunst haßt; denn sie fürchtet durch sie ihren Untergang." (Die Geburt der Tragödie, 20)

Wir suchen Autoren!

Relatierte Artikel

Ludwig Uhland – Unser politischer Volksdichter
Deutschland

Ludwig Uhland – Unser politischer Volksdichter

Seelenadel als anerkannte Größe – Carl Orffs „Die Bernauerin“
Literatur

Seelenadel als anerkannte Größe – Carl Orffs „Die Bernauerin“

Perspektivwechsel für ein gesundes Frauenbild (2/3) – Weibliche Archetypen und ihre Stärken
Persönlichkeit

Perspektivwechsel für ein gesundes Frauenbild (2/3) – Weibliche Archetypen und ihre Stärken

Perspektivwechsel für ein gesundes Frauenbild (1/3) – Kritik an Tradwives
Persönlichkeit

Perspektivwechsel für ein gesundes Frauenbild (1/3) – Kritik an Tradwives

„Minna von Barnhelm“ – Sinnbild weiblicher Größe
Literatur

„Minna von Barnhelm“ – Sinnbild weiblicher Größe

Kulturkampf gegen die Weiblichkeit – Das Meme der „starken, unabhängigen Frau“
Film

Kulturkampf gegen die Weiblichkeit – Das Meme der „starken, unabhängigen Frau“

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neuster
Ältester Beliebtester
Inline Feedbacks
View all comments

Kategorien

  • Kulturschau
  • Lebensstil
  • Theorie
  • Podcast
  • Über uns
  • Mitmachen!

Über Uns

Thymos - das ist das altgriechische Wort für Lebenskraft

Wir sind ein junges Kulturmagazin, das nicht vor der Leere unserer Konsumgesellschaft kapituliert. Stattdessen begeben wir uns auf eine Reise in die Populärkultur, um hinter dem Lauten und Falschen das Wahre, Schöne und Gute zu entbergen.

Folge Uns

© 2023 Thymos Magazin - Impressum

Kein Ergebnis
View All Result
  • Kulturschau
    • Filme
    • Videospiele
    • Bücher
    • Musik
  • Lebensstil
    • Kleidung & Stil
    • Persönlichkeit & Familie
    • Sport & Gesundheit
    • Natur & Heimat
    • Kurioses
  • Theorie
    • Neue Rechte
    • Deutschland
    • Kultur
  • Podcast
  • Über uns
  • Mitmachen!

© 2023 Thymosmagazin