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Fit für Deutschland – Friedrich Ludwig Jahn und die Turnbewegung

Sven Müller von Sven Müller
17. Februar 2026
in Deutschland, Sport
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Fit für Deutschland – Friedrich Ludwig Jahn und die Turnbewegung
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Sein Gesicht zierte eine deutlich sichtbare Narbe, die sich fast über den ganzen Kopf zog. In späteren Verklärungen wurde behauptet, sie sei die Folge einer schweren Kriegsverletzung aus dem Befreiungskrieg 1813. Doch die Verdienste Friedrich Ludwig Jahns lagen nicht im militärischen Bereich. Seine große Rolle spielte er, bevor der Kampf überhaupt begonnen hatte.

Turnen ist eine ernste Angelegenheit

Die berühmte Narbe zog er sich beim Turnen zu:

„Ich trug eine Wunde davon, die mir den Schädel zerspaltete und das Gehirn bloßlegte. Man hielt mich für verloren, doch der starke Wille und die kräftige Natur siegten.“

(in „Deutsches Volksthum“,1817, Kap. über den Krieg)

„Die Narbe am Kopfe mahnt mich täglich an den Kampf für Deutschlands Freiheit. Sie ist mein Ehrenzeichen, teurer als jeder Orden.“

(Spätere Reflexion, in: Notizen)

Sie war das Zeichen eines Mannes, der aus dem Willen zur körperlichen Ertüchtigung und der Einsicht in ihre Notwendigkeit zur Wehrbereitschaft eine pädagogische Lehre und aus ihr eine Volksbewegung formte.

Ein Volksheld

Das politische Leben Friedrich Ludwig Jahns ist gekennzeichnet durch die französische Besatzung, den Befreiungskrieg 1813-14, die Revolution von 1848, den Aufbau der deutschen Turner- und Urburschenschaft sowie seinen Kampf um das Deutschtum.

Straßen, Gebäude, Gedenksteine erinnern an ihn. Sein Wirken reicht bis in die heutige Zeit. Auf vielen Turnhallen prangt sein Turnersymbol. In der späten BRD ist Jahn allerdings nur noch als harmloser „Turnvater Jahn“ bekannt.

Jahn gab die folgende Erklärung für seine “4 Fs“, die das kreuzartige Symbol des Turnertums darstellen:

  • „frisch nach dem Rechten und Erreichbaren streben, das Gute thun, das Bessere bedenken, und das Beste wählen“;
  • „frei sich halten von der Leidenschaft Drang, von des Vorurtheils Druck, und des Daseins Ängsten“;
  • „fröhlich die Gaben des Lebens genießen, nicht in träumerisch vergehn über das Unvermeidliche, nicht in Schmerz erstarren, wenn die Schuldigkeit gethan ist, und den höchsten Muth fassen, sich über das Mißlingen der besten Sache zu erheben“;
  • „fromm die Pflichten erfüllen, leutseelig und volklich, und zuletzt die letzte, den Heimgang. Dafür werden sie gesegnet sein, mit Gesundheit des Leibes und der Seele, mit Zufriedenheit so alle Reichthümer aufwiegt, mit erquickenden Schlummer nach des Tages Last, und bei des Lebens Müde durch sanftes Entschlafen.“

(Spruch an seinem Wohnhaus in Freyburg)

Ein Gelehrter ohne Abschluss

1778 in Lanz in der Prignitz geboren, stammte er aus einer Pastorenfamilie, die die Grundlagen für seine lebenslange Religiosität legte. Obwohl er alle intellektuellen Voraussetzungen dazu hatte, erreichte er keinen akademischen Abschluss. Hierfür war sein wildes, unstetes Wesen verantwortlich. Als Autodidakt, durch ein phantastisches Gedächtnis unterstützt, brachte er es dennoch zu einem Gelehrten, dessen Wirken der Fachwelt schon zu Lebzeiten nicht verborgen blieb. Jahn starb 1852 nach einem sowohl politisch als auch privat nicht leichten Leben.

Deutschland muss wieder frei werden

Nachdem Napoleon 1806/07 Deutschland unterworfen hatte, senkte sich die Besatzungsherrschaft bedrückend auf das Land.

„Deutschland soll frei werden von der französischen Tyrannei, und jeder Deutsche soll mithelfen, das Joch abzuschütteln.“

(Deutsches Volksthum (1810), Kap. 13, S. 214 (Erstausgabe Lübeck 1810)

„Der Fremde herrscht über uns, und wir dulden es? Nein! Auf, deutsche Jugend, und werft das Joch des Korsen ab!“

(Brief an seine Turner in Berlin, 12. März 1813 (abgedruckt in: Carl Euler (Hrsg.): Friedrich Ludwig Jahn. Sein Leben und Wirken, Leipzig 1881, S. 178)

„Napoleon ist der Feind alles Deutschen; sein Sturz ist die Wiedergeburt Deutschlands.“

(Runenblätter (1814), Blatt 7 (handschriftlich überliefert, veröffentlicht in: Hans Ferdinand Maßmann (Hrsg.): Jahns Werke, Bd. 2, Hof 1841, S. 89)

Wie bereitet man einen Befreiungskrieg vor?

Jahn ging davon aus, dass es bald zu einem Befreiungskrieg kommen werde, in dem man motivierte und körperlich leistungsfähige Soldaten für einen Volkskrieg benötigen würde. Da eine offene Aufstellung paramilitärischer Einheiten unter dem Joch Napoleons unmöglich war, verfiel Jahn auf den Gedanken des Turnwesens. Unter dem Deckmantel sportlicher Übungen wurden in wachsender Zahl junge und ältere Deutsche organisiert, deren körperliche Ausbildung bis zum Umgang mit Kriegswaffen reichte.

„[…] des Deutschen Knaben und Deutschen Jünglings höchste und heiligste Pflicht ist, ein Deutscher Mann zu werden und geworden zu bleiben, um für Volk und Vaterland kräftig zu würken…“

(Die Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze, S. 234)

Das Turnen war eine Möglichkeit die jungen Männer organisiert und fit für einen Krieg zu bekommen und damit dem deutschen Kollektiv die Grundlage für eine schnell aufzustellende Volksarmee zu verschaffen. Auf der anderen Seite sorgte die Ertüchtigung dafür, dass auch der Einzelne körperlich und vor allem geistig bereit und fähig war, für sich und sein Vaterland einstehen zu können. Jahns Turnbewegung nahm moderne Ideen von Volksgesundheit, Fitness und Ertüchtigung zur Selbststärkung vorweg, auch wenn sie hier primär auf den Befreiungskampf ausgerichtet waren.

Jahn im Befreiungskrieg

Nachdem Jahn sich durch die sich überstürzenden Ereignisse der Niederlage von 1806 gegen Napoleon nicht mehr als Freiwilliger aktiv beteiligen konnte, gelang ihm bei der nationalen Erhebung 1813 das zu tun, was ihm lag und er am besten konnte, obwohl er durch seine Kopfverletzung kriegsverwendungsunfähig war: Patriotischer Organisator, Agitator und Agent im Hintergrund. Seine spezielle Unterstützung galt dem Lützowschen Freikorps.

In einem Brief an seine Schwester schrieb Theodor Körner am 10.4.1813:

„Jahn ist kein Krieger, sondern ein Wortkämpfer“.

Politische Ziele

Im Rahmen der Befreiungskriege weckte Jahn große politische Hoffnungen im Volk. Die Ziele waren weitgesteckt. Nachdem das Vaterland von der fremden Besatzung befreit und ein weit ausgreifendes Großdeutschland errichtet worden wäre, sollte auch eine innere Erneuerung stattfinden, wobei das Volk einen höheren Stellenwert erhalten würde. Die erfolgreiche Selbstmobilisierung des Volkes gegen den äußeren Feind werde nicht unberücksichtigt bleiben können.

Für Jahn waren die besonderen Werte und Eigenschaften des Deutschen Volkes, dessen absolute Reinerhaltung in biologischem und kulturellem Sinne, unverhandelbare Grundlagen.

Ein großes Deutschland

Das zu Jahns Zeiten zersplitterte Deutsche Volk, als größtes in der Mitte Europas, sah Jahn als das dominierende Kraftzentrum mit weit ausgreifenden Grenzen.

„Deutschland ist nicht Preußen und Österreich, sondern Preußen und Österreich sind Deutschland.“

(Deutsches Volksthum, 1810, S. 174)

„Ein Volk, eine Sprache, ein Vaterland! […] Österreich und Preußen müssen sich die Bruderhand reichen.“

(Die Deutsche Turnkunst (gemeinsam mit Ernst Eiselen),1817, Vorwort (erweiterte Ausgabe 1840er Jahre)

Enttäuschung über die Reaktion

Jahns Hoffnungen wurden rasch gedämpft. Bekanntlich gab es nach den Befreiungskriegen weder ein einiges Deutschland, noch eine Verbesserung der Stellung des Volkes gegenüber den Herrschenden. Die adlige Reaktion verteidigte erfolgreich ihre Privilegien und war zu keinen wirklichen Reformen bereit. Deutschland erstarrte, doch unter der Oberfläche gärte es gewaltig weiter. Das Volk wurde um seinen Sieg betrogen, hatte aber seine eigene Kraft entdeckt und war selbstbewusster geworden. Bereits 1813 formulierte Jahn als seine Ziele:

„… freie Rede, Verfassung, Einheit des Vaterlandes …“

(Forderung Jahns in „Klage an die deutsche Nation“ 1813)

Jahns Forderungen lehnte die Reaktion kategorisch ab und versuchte jegliche Verbreitung derartiger Ideen zu verhindern. Dunkelheit senkte sich über das Land. Die „Karlsbader Beschlüsse“ standen für eine ausufernde Repression gegenüber der Volksopposition.

Urburschenschaft und Wartburgfest

Sowohl bei der Gründung der „Deutschen Burschenschaft“ 1814 sowie der „Urburschenschaft“, als auch beim „Wartburgfest“ 1817 war Jahn maßgeblich beteiligt. Er wollte eine reichsweite, patriotische Studentenorganisation, die sich von den von ihm heftig kritisierten partikularistischen und hedonistischen Studenten-Verbindungen unterscheiden sollte. Das Wartburgfest war 300 Jahre nach der Reformation eine symbolische, patriotische Protestveranstaltung gegen die Reaktion.

Jahn als Staatsfeind

Friedrich Ludwig Jahn wurde am 13. Juli 1819 auf Anordnung der preußischen Regierung im Zuge der „Demagogenverfolgung“ verhaftet. Die persönlichen Intrigen Einzelner gegen ihn führten wegen „wiederholter, frecher Äußerungen gegen Staat und Verfassung“ vor Gericht. Von den ursprünglichen, gefälschten Anklagepunkten war bezeichnenderweise nichts übriggeblieben. Jahn kämpfte um seine Freilassung, die erst am 24. September 1825 erfolgte, jedoch – trotz Freispruchs am 15. März – mit Aufenthaltsbeschränkungen bis 1830 verbunden war. So durfte er nicht nach Berlin oder in andere Universitätsstädte ziehen.

Erneuerung von Oben oder Unten?

Als die Revolution von 1848 zu siegen schien, war eine der wichtigsten Fragen: Monarchie oder Volksherrschaft? Jahn war schon früh ein Anhänger des Preußentums mit einem König an der Spitze. Am 2.8.1848 stimmte Jahn daher als gewählter Abgeordneter im Paulskirchen-Parlament gegen die Aufhebung des Adels. Neben den „Geschlechts-“ und „Würdeadel“ wollte er allerdings einen starken „Verdienstadel“ stellen.

Jahn erlebte in der Paulskirche, wie die Volksvertreter in Lager und Fraktionen zersplitterten, wie rote Extremisten an Einfluss gewannen und in fast allen Fragen endlose Debatten und Streitereien ausbrachen. Eine Einigkeit der Volksvertreter fehlte. Politische Grundsatzfragen blieben unlösbar und selbst akute Probleme wurden zerredet. Die Reaktion hingegen sammelte ihre Kräfte zum Gegenschlag.

Jahn wurde von der Schwäche und Praxis des Paulskirchen-Parlaments enttäuscht. So ging es nicht weiter. Die Schwäche dieser Volksvertretung und der dann folgende reaktionäre Gegenschlag zerstörten alle Illusionen. Es erschien ihm doch realistischer, eine Erneuerung von „Oben“ durchzuführen. Jahn setzte realpolitisch auf eine Lösung mit einem preußischen Erbkaiser.

Immerhin wurden dann später tatsächlich die Weichen für eine zumindest kleindeutsche Lösung gestellt. Preußen hatte in der Vergangenheit wiederholt seine Stärke bewiesen und sein enormes Potential für weit größere Ziele gezeigt. Unter der Führung Preußens, allerdings unter Ausschluss einer politischen Vereinigung mit Österreich, verstärkten sich Bestrebungen eines Aneinanderrückens der deutschen Staaten. Eine Gesamtlösung, wie es die meisten 1848er ursprünglich wollten, war auf Grund von deren Schwäche in dieser Zeit offensichtlich unmöglich.

Wohin entwickelte sich die Turnbewegung?

Jahn wurde immer wieder einmal durch Entwicklungen in der von ihm gegründeten Turnbewegung enttäuscht. Ihr Verbot 1820-1842 und die durch den Staat kontrollierte Neuzulassung „verweichlichte“ sie angeblich.

„Das Turnen ist tot, ersäuft in Philisterei und Beamtenwillkür. Was einst Freiheitsfeuer war, ist nun Spielplatz für Kinder und Aufmarsch für Kadetten.“

(Brief an seinen ehemaligen Turner Karl Schück in Freyburg, 12. August 1826

„Man hat das Turnen entmannt. Aus dem Schwert der Nation wurde ein Stock zum Spaziergang.“

(Merke zum deutschen Volksthum (1833), § 47 (Erstausgabe Leipzig 1833, S. 89)

Er hielt sich lange Zeit gezwungenermaßen von der Turnbewegung fern, weil er eine politische „Kontaktschuld“ vermeiden wollte. Schließlich kritisierte er aufkommende „rote“ Tendenzen, die ihm zuwider waren.

Jahn „erregte den Zorn der Linken, als er Schritte gegen „das wühlerische Treiben der kommunistischen Vereine der sogenannten Radikaldemokraten“ verlangte, „die eine Verschwörung gegen Ordnung, Recht und Freiheit bilden“. (Ernst Frank „Friedrich Ludwig Jahn“, S. 176)

Trotz gelegentlicher Besorgnisse blieb er der Bewegung bis zu seinem Tode eng verbunden.

Antisemit?

Jahn war kein Gegner des Judentums an sich. Hingegen forderte er die Reinerhaltung des Deutschen Volkes und dessen Eigenart. So, wie er die französische Sprache und Sitten als fremd bekämpfte, sah er in den Juden einen Fremdkörper im Deutschen Volk. Später nahmen die Nationalsozialisten Jahns extreme Ansichten auf und trieben sie bis zum Exzess.

„Ein Volk kann nur Eine Nationalität haben, und nur Eine Nationalität kann in einem Volke herrschen. Die andern müssen sich auflösen, oder auswandern.“

(Deutsches Volksthum, S. 147)

„Ein Jude kann nicht Deutscher sein, so wenig als ein Deutscher Jude.“

(Deutsches Volksthum, S. 152)

Der Wert der Sprache

Weit vorausschauend erkannte Jahn die zentrale Frage der Sprache. Für ihn war die deutsche Sprache unvergleichlich in ihrer Qualität. Sie sollte rein bleiben und gepflegt werden.

„Unglückliches Deutschland! Die Verachtung deiner Muttersprache hat sich fürchterlich gerächt. Du warst schon länger dir unwissend durch eine fremde Sprache besiegt, durch Fremdsucht ohnmächtig, durch Götzendienst des Auslandes entwürdigt. Nie hätte dein Überwinder so vielfach in einem andern Lande gesiegt, wo die Vergötterung seiner Sprache nicht mitgefochten… Diese Sprache hat deine Männer betört, deine Jünglinge verführt, deine Weiber entehrt. – – – Deutsche, fühlt wieder mit männlichem Hochsinn den Wert eurer edeln lebendigen Sprache, schöpft aus ihrem nieversiegenden Urborn, grabet die alten Quellen auf, und lasset Lutetiens stehende Lache in Ruhe!“

(Deutsches Volksthum, S. 199 f.)

Und heute?

Heute sind die von Links kommenden Angriffe auf unsere Sprache, vom „Gendern“ bis zur „Politischen Korrektheit“ mittlerweile von einer belächelten Exzentrik zu einer ernsthaften Bedrohung für unser Volk und den ganzen Westen geworden. Besonders die „woken“ Linken tun sich dabei hervor:

„Diese akademischen Aktivisten bedienen sich nicht nur einer spezifischen Sprache – umgedeutete Wörter des alltäglichen Gebrauchs, von denen Menschen fälschlicherweise annehmen, sie verstünden sie -, sondern repräsentieren auch eine Kultur, die sich von unserer vollständig unterscheidet und zugleich in sie eingebettet ist. Menschen, die aktivistische Ansichten vertreten, mögen uns physisch nahe sein, sind aber, in intellektueller Hinsicht, Welten von uns entfernt; sie verstehen und mit ihnen zu kommunizieren, ist unglaublich schwierig. Sie sind besessen von einem Geflecht aus Macht, Sprache und Wissen. Sie nehmen die Welt durch eine Brille wahr, die jede Interaktion, jede Äußerung, jedes kulturelle Artefakt nur als Ausdruck einer Machtdynamik erkennen lässt, selbst wenn diese nicht offensichtlich oder nicht einmal real ist.“

(Helen Pluckrose/David Lindsay „Zynische Theorien“, S. 12)

„Die obsessive Beschäftigung mit Sprache ist das kennzeichnende Merkmal postmodernen Denkens und der Schlüssel zu seiner Verfahrensweise.“

(a.a.O. S.42)

Jahn konnte nicht mal ahnen, was einst mit der Sprache für ein Missbrauch getrieben würde. Eine Rückbesinnung auf Jahns Intention bietet hier Abhilfe. Seine Mahnung zur Reinhaltung der Sprache bleibt die Aufgabe aller Deutschen.

„Ein Volk lebt, webt, steht und vergeht mit seiner Sprache. Die Sprache ist die Seelenwanderung des Volksthums. Mit dem Untergange der Sprachen sind die Völker verschollen.“

(Merke zum deutschen Volksthum, S. 212)

Volk und Staat

Die heutigen Versuche in der BRD, das Deutsche Volk nicht mehr ethnisch zu definieren und stattdessen eine bunte BRD-Völkermischung als Staatsvolk zu erschaffen, hätte bei Jahn Zorn und Spott hervorgerufen:

„Wer das Volkstum leugnet, über Volkstümlichkeit lästert, ist der Erzfeind…Wer sagt: wo ein Staat, da ist auch ein Volk – der ist ein Schildbürger, der behauptet: Wo Rauch steigt, da brennt auch ein Feuer. Den fertigte schon Eulenspiegel für immer ab, als er ihn mit der Nase in einen dampfenden Misthaufen stieß“.

(„Merke zum deutschen Volkstum“ S. 32 f.)

Fazit

Friedrich Ludwig Jahn ist unvergessen: Die von ihm vor zwei Jahrhunderten gegründete Turnbewegung existiert auch heute noch. Daneben liegen seine hauptsächlichen Verdienste in seinem Beitrag zu den Befreiungskriegen 1813-14, der Revolution 1848 sowie in der Verbreitung eines umfangreichen patriotischen und volkstümlichen Gedankenguts. Seine Erkenntnis des Schlüsselwertes der Sprache für ein Volk ist neben der Erhaltung des Deutschen Volkes heute besonders aktuell.

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