Dies ist eine Antwort auf den Artikel „Perspektivwechsel für ein gesundes Frauenbild – Kritik an Tradwives“.
Machen wir uns zuerst bewusst, wie weit wir von der Normalität abgerückt sind. Jungen Frauen wird eingeredet, ihre Weiblichkeit sei eine Schwäche und das persönliche Glück würde man finden, wenn man in den Flieger steigt und um die Welt reist. Eine ganze Armee an Reise-Influencern ballert dieses Bild in die Sozialen Medien.
Die Verunsicherung, wer man überhaupt ist, geht so weit, dass sich mittlerweile 30% der Mädchen als „nicht binär“ identifizieren. Man hat ihnen eingeredet, dass mit ihnen etwas nicht stimmen würde. Dabei ist es die Welt um sie herum, die krank ist! Wir Männer haben noch ein paar Jahre mehr Zeit, uns selbst zu finden und darüber im Klaren zu werden, was wir im Leben wollen. Und es ist nicht so, als wenn wir diese Zeit nicht brauchen. Doch für Frauen ist es drängender. Haben sie sich dann Ende 30 gefunden, ist es zu spät für eine Familie. Das ist traurig!
Wie wunderbar ist es also, wenn es einen Trend gibt, der einen Gegenentwurf zum linken Weltbild zeigt: Schäme dich nicht für deine Weiblichkeit, sondern lebe sie aus! Werde Mutter und nimm dir die Zeit, dich um deine Familie zu kümmern.
Der Linke Hass auf Tradwives
Die Macht der verbitterten Feministinnen, die in den Redaktionen der Großstädte sitzen und ihre Meinung durchdrücken, ist gebrochen. Durch das Internet haben Hausfrauen plötzlich ein Sprachrohr bekommen und können ihre Lebensweise teilen. Die schweigende Mehrheit hat wieder eine Stimme und das ist gut so!
Wenn man den Begriff bei Google eingibt, findet man eine Vielzahl an salzigen Artikeln, die vor Tradwives warnen:
- Tradwife: Warum der TikTok-Trend gefährlich ist
- Junge Frauen feiern den Trend „Tradwife“: Warum der zur Armutsfalle werden kann
- AfD und Tradwives: Wie Rechte versuchen, den Trend zu nutzen
Und das von den gleichen Medien, die uns Prostitution und OnlyFans als Empowerment verkaufen! Viel offensichtlicher kann man sich nicht selbst entlarven!
Jetzt mal im Ernst, bei all der Degeneration im Internet, sind Tradwives nicht das harmloseste Phänomen überhaupt? Ich glaube kaum, dass deswegen plötzlich alle Mädchen die Schule abbrechen, sich dem nächst besten Typen an den Hals werfen, drei Kinder machen lassen und dann sitzen gelassen werden.
Selbst in rechter Kritik and Tradwives schwingt immer mit, dass man insgeheim die Lügen der Linken glauben würde und Frauen unzureichend wären, wenn sie ihre weibliche Seite ausleben und keine großen Erfolge im Leben nachweisen können. In unserer materialistischen Gesellschaft, die nur noch individuelle „Leistung“ und „Effizienz“ wahrnehmen kann, weiß man das weibliche Wesen nicht mehr zu würdigen.
Bloß LARP und Kitsch?
Sind Tradwives bloß LARP und Kitsch und damit schädlich? Klar, was aus den USA rüber schwappt, ist flach. Und das Leben einer Hausfrau besteht nicht nur aus Sonnenschein und Kuchenbacken. Aber wenn Frauen spüren, dass die Bilder etwas ihn ihnen ansprechen, was es sonst in der Popkultur gar nicht mehr gibt, dann ist das ein guter Anstoß, weiter nachzuforschen.
Und dabei werden sie auf Ideale stoßen, die heute verschüttet sind. Und ein Idealbild ist eine Richtung, nach der man strebt und nichts, was sich 1:1 im richtigen Leben findet. Wegen der Reinheit eines Ideals geht es schnell, ihm kitsch vorzuwerfen. Ist denn der Ritter, der den Drachen erschlägt, auch schon peinlich, unrealistisch und nicht differenziert genug? Oder ist er genau das Vorbild, das uns fehlt?
Schon bei Konsequent Frei haben sie eine Lanze für den LARP gebrochen. Es ist die spielerische Auseinandersetzung mit der Tradition, deren Kontinuität bereits abgerissen ist. Versucht man, daran anknüpft, bekommt es zwangsläufig eine LARP-Note. Die hat in der Regel nicht nur eine bessere Ästhetik, man schlüpft in eine Rolle hinein und spürt, dass die postmoderne nicht alternativlos ist.
Wir brauchen Hausfrauen!
Mit dem „Heimchen am Herd“-Frame hat die Linke auf frauenverachtende Weise Mütter herabgewürdigt, die sich um ihre Kinder kümmern. Aber was soll bitte daran erstrebenswert sein, wenn sich eine Frau im Management einer Firma für die Herstellung von Zahnbürsten aufopfert? Das, worauf es wirklich im Leben ankommt, ist komplett aus dem Fokus geraten. Vertraut mir, jede Karrierefrau wird am Ende ihres Lebens sagen, dass sie es bereut, nicht mehr Zeit mit ihren Kindern verbracht zu haben.
Wir werden nicht plötzlich von heute auf morgen wieder in Großfamilien leben. Wir müssen also mit der Situation arbeiten, die wir vorfinden. Wir wollen doch wieder viele Kinder, sollen die alle direkt in Krippe und Tageshort gestopft werden, damit die Frau wieder arbeiten gehen kann?
Nein, es ist ein äußerst bedenklicher Trend, dass Kleinkinder viel zu früh abgegeben werden. Das lässt sich nur auf einem Weg lösen: Es braucht wieder mehr Hausfrauen!
Die Normalität braucht Zeit
Man könnte einwenden, dass es heute mit Kühlschrank, Waschmaschine und Zentralheizung für die Frau daheim nur noch wenig zu tun gibt. Das mag bei den materiellen Dingen teilweise stimmen. Aber wie sieht es geistig aus? Fast alles, was früher normal war, muss heute mühselig neu errungen werden. Fangen wir ganz simpel mit dem Kontakt zu Kindern an. Als Einzelkind in einer Kernfamilie aufgewachsen, dann Studium und Arbeit in der Großstadt: Die Berührungspunkte mit Kindern gehen gegen null.
Gerade als Rechter ist einem bewusst, dass man heute das Wahre, Schöne und Gute der Welt abtrotzen muss. Vom Buch, aus dem man vorliest, über die Kleidung, die Ernährung und die Einrichtung der Wohnung: Zu allem muss man sich heute selbst gründlich Gedanken machen. Geht man in den Supermarkt, gibt es regalweise ungesunden Fraß. Geht man zum Friseur, bekommt man einen hässlichen Haarschnitt. Geht man Möbel kaufen, wird man vom Bauhaus erschlagen.
In allen Lebensbereichen müssen wir uns Gedanken machen zu Dingen, die in früheren Zeiten selbstverständlich waren. Oder nehmen wir das Smartphone und den Fernseher, die es einfach nicht gab und die damit auch keinen schlechten Einfluss auf Kinder haben konnten.
In Schnellroda zieht man darüber hinaus schon lange das Fazit: Heute versucht eine Generation ihre Kinder, zu erziehen die selbst keine richtige Erziehung mehr genossen hat. Das klingt genau so anstrengend, wie es ist.
Schlusswort
Es ist absurd zu fordern, ein TikTok-Trend solle bitteschön das ganze Leben mit seinen Höhen und Tiefen abbilden. Hier geht es vielmehr um einen Leuchtturm, einen Orientierungspunkt, damit junge Frauen nicht an den Klippen linker Dekonstruktion zerschellen.
Daher begrüße Ich die Rückkehr der traditionellen Ehefrau auf der Weltbühne! Ja, dies geschieht noch in der Form der flachen Rechten, aber im besten Fall finden sich in Deutschland traditionelle Hausfrauen mit weltanschaulichen Grundlagen und die angelsächsischen TrÄdwives werden abgelöst. Von Thymos aus werden wir sie gerne dabei unterstützen!
Sollten eines Tages verwöhnte Tradwives mit unrealistischen Vorstellungen zu einem gesellschaftlichen Problem werden, bin ich gerne bereit, meinen Standpunkt zu überdenken. Bis dahin halte ich den reaktionären Gegenpol zum linken Kampf gegen die Weiblichkeit für eine Bereicherung. Und es ist wohl weit weniger cringe, als wenn sich rechte Männer was von politischen Kampfgemeinschaften und Fight Clubs zusammenlarpen.