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Europa im Aufbruch – Interview mit dem Organisator der Karlstage 2026

Carsten Jung von Carsten Jung
25. November 2025
in Neue Rechte
0
Europa im Aufbruch – Interview mit dem Organisator der Karlstage 2026
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Hallo Thunar,
du bist der Organisator der Karlstage, die vom 24.-26.04.2026 zum zweiten Mal stattfinden werden.

Die Konferenz sticht heraus und ist bereits beim letzten Mal kritisch beäugt worden: Anzugpflicht und dann auch noch auf Englisch? Das gab es bisher nicht! Wie kommt das zustande, was ist der Hintergrund von Scyldings und was wollt ihr mit der Konferenz erreichen?

Thunar: Nun, der Reihe nach: Bereits vor dem Jahr 2020 ging aus den intellektuellen Strömungen, die von Denkern wie Academic Agent, Morgoth, Sargon of Akkad, Auron MacIntyre, Curtis Yarvin und anderen geprägt wurden, eine kleine Gruppe hervor. Sie konnte die Bedeutung dieser Ideen bereits damals ermessen. Mit dem Auftreten der um sich greifenden »Cancel Culture« begann man, an Dienstleistungen und eigener Infrastruktur zu arbeiten. Mit der Zeit stießen mehr und mehr Freiwillige hinzu. Es kamen die COVID19-Ausgangsbeschränkungen und aus dem sozialen Vakuum, dass sie schufen, entsprang der Gedanke, Gleichgesinnte im Vereinigten Königreich für ein Wochenende zu versammeln. Der Rest ist Geschichte.

Die Karlstage selbst sind aus der Überzeugung heraus entstanden, dass Austausch von Wissen und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg im globalen Zeitalter entscheidend sind, um langfristig zu bestehen. Wir können in unseren Reihen bisher nur vereinzelte Bestrebungen in diese Richtung beobachten – und die Karlstage werden dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Aus diesem Grund wird die Konferenz auch in der Lingua franca abgehalten, das heißt auf Englisch.

Ich will noch auf die Kleiderordnung zu sprechen kommen: Es ist eine durchaus bewusste Entscheidung, die Konferenz lediglich jährlich stattfinden zu lassen. Aus ihr ergibt sich ein klarer qualitativer und damit auch ästhetischer Anspruch. Diesem Anspruch gerecht zu werden, beginnt bei der Auswahl des Veranstaltungsortes und mündet in der Erwartungshaltung an die Teilnehmer, sich angemessen zu kleiden. Das Tragen eines Anzugs ist im Übrigen nicht zwingend erforderlich, wir erwarten aber zumindest Hemd und Anzugshose oder vergleichbare formelle Kleidung.

Wenn du die Konferenz erneut organisierst, dann waren die ersten Karlstage ein Erfolg?

Thunar: Zunächst muss ich festhalten, dass ich diese Konferenz nicht alleine trage, sondern mich auf fähige Mitstreiter stützen kann. Mein Dank gilt an dieser Stelle der Beowulf Foundation, ohne deren Unterstützung sich dieses gewaltige Ansinnen nicht umsetzen ließe.

Um den Blick nun auf die Vergangenheit zu richten: Die Karlstage 2025 markierten nicht nur einen Neubeginn, sondern erwiesen sich zugleich als Erfolgsgeschichte. Die Konferenz war binnen kurzer Zeit ausverkauft – und die Rückmeldungen, die uns im Nachgang erreichten, waren äußerst positiv gestimmt. Auch aus organisatorischer Sicht gestaltete sich der Ablauf nahezu reibungslos, sodass der Entschluss gefasst wurde, die Karlstage zu einer wiederkehrenden Größe werden zu lassen.

Wie seid ihr weltanschaulich zu verorten?

Thunar: Zu behaupten, meine Mitstreiter und ich hätten keine klaren Vorstellungen davon, wie Politik zu gestalten sei, wäre schlicht unehrlich. Ich werde zwar davon absehen, hier die Grundfesten meiner Überzeugungen auszubreiten, jedoch genügt bereits ein Blick auf die Liste der verschiedenen Aussteller und Redner im nächsten Jahr, um festzustellen, dass der Karlstage-Organisation ein nüchterner, kooperativer, pragmatischer, nicht etwa streng weltanschaulicher Ansatz zugrunde liegt. Die Karlstage sollen als möglichst neutrale Säule den innerhalb unserer Reihen anzutreffenden Ideenreichtum abbilden.

Skeptiker könnten vermuten, die Angelsachsen wollen uns beeinflussen!

Thunar: Tatsächlich nehme ich eine wechselseitige Beeinflussung wahr. Aufgrund der Größe des angelsächsischen Raums gibt es dort naturgemäß ein deutlich breiter gefächertes Spektrum an Autoren, Video-Erstellern und Medienproduzenten, was viele Deutsche anspricht. Während aber innerhalb der britischen Rechten der klassische Insel-Liberalismus weitgehend an Einfluss verloren hat, gewinnt die von der harten Lebensrealität geprägte kontinentale Philosophie deutschen Ursprungs zunehmend an Bedeutung. Deutsche Denker wie Spengler, Nietzsche und Schopenhauer sind dort allgegenwärtig und bestimmen allmählich deren Geisteshaltung. Nicht zuletzt setzt sich bei ihnen die Einsicht über ihre historischen Fehler durch. Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass deutsche Redner wie der Schattenmacher und zuletzt auch Fusion in der Vergangenheit den Weg ins Vereinigte Königreich angetreten haben, um auf dem Witan zu sprechen.

Viele der Redner kommen aus dem angelsächsischen Raum und haben bekannte YouTube-Kanäle. Wer wird 2026 dabei sein?

Thunar: Wenn dieses Gespräch veröffentlicht wird, werden die Hauptredner der Karlstage 2026 bereits bekannt sein: Schattenmacher, Edward Dutton, Athenian Stranger, Lavader, The Court’s Sense und Fusion. Während die meisten davon wohl keiner Vorstellung bedürfen, will ich auf zwei Redner genauer eingehen: Athenian Stranger betreibt seine eigene Webseite, auf der er Kurse zur europäischen Geistesgeschichte anbietet, allen voran zu deutschen Philosophen, und ist darüber hinaus vor allem als Twitter-Größe bekannt. Mit ihm dürfen wir nächstes Jahr unseren ersten amerikanischen Redner begrüßen. Dass wir The Court’s Sense für einen Vortrag gewinnen, war mir ein persönliches Anliegen, da ich den gleichnamigen, aufstrebenden YouTube-Kanal nun schon seit längerem mit Interesse verfolge.

Wer die günstigen Preise der Studientage aus Schnellroda kennt, wird bei 500€ für ein Ticket stutzig. Wie kommt der Preis zustande? Seid ihr Grifter?

Der Vergleich mit den Studientagen hinkt aus mehreren, teils offensichtlichen Gründen: Während in Schnellroda auf umliegende Motels und Landhäuser zurückgegriffen wird, um die Teilnehmer zu beherbergen, genügen die Karlstage-Hotelzimmer den 4-Sterne-Standards. Das für die Studientage notwendige Pendeln zwischen Veranstaltungsort und Unterkunft entfällt zudem in unserem Format. Wir nutzen einen branchenüblichen Konferenzraum mit entsprechender technischer Ausrüstung – in Schnellroda bleibt ortsbedingt nur, den Saal der Wirtschaft »Zum Schäfchen« umzugestalten. Im Karlstage-Format sind zudem Kaffeepausen mit Süßspeisen inbegriffen, auch das treibt den Preis und fehlt bei den Studientagen. Dass das jeweilige Hotel die Veranstaltung natürlich in einem Maße kommerzialisiert, wie es beim Wirt in Schnellroda nicht der Fall ist, trägt noch einmal erheblich zum Preisunterschied bei. Hinzu kommt, dass die Studientage über ein Netzwerk von Förderern verfügen, die die Tickets bezuschussen und so Finanzierungslücken schließen. Die Karlstage hingegen decken die Kosten allein durch Ticketverkäufe. Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Studientage haben ihre Berechtigung, nur sind die beiden Veranstaltungen in ihrer Aufmachung grundverschieden.

Im Vergleich zu Konferenzen wie der ARC Conference oder der re:publica wirken die Ticketpreise der Karlstage hingegen deutlich moderater. Bei den genannten Veranstaltungen sind vierstellige Ticketpreise üblich – ohne dass die Unterkunft für die Nächte darin enthalten ist. Die Karlstage-Ticketpreise sind eine direkte Folge des gewählten, kostspieligen Formats. Wer das große Geld machen will, verkauft besser Silber-Gedenkmünzen.

Finden die Karlstage erneut in Sachsen statt oder wechselt ihr das Bundesland? 

Wir wechseln im nächsten Jahr den Veranstaltungsort, halten aber an einer zentralen Lage fest, um für alle deutschen Teilnehmer eine möglichst kurze Anreise aus allen Himmelsrichtungen gewährleisten zu können. Das ist insofern von Bedeutung, da wir wieder Gäste aus dem gesamten deutschsprachigen Raum erwarten.

Thunar, vielen Dank für das Gespräch!

Wenn euer Interesse geweckt wurde, könnt ihr euch unter https://scyldings.com/karlstage-2026/ anmelden.

Carsten Jung

Carsten Jung

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