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Die Erneuerung Europas durch gutes Aussehen und ein Smartphoneverbot – Bericht von den Karlstagen 2026

Cethegus von Cethegus
6. Mai 2026
in Neue Rechte
1
Die Erneuerung Europas durch gutes Aussehen und ein Smartphoneverbot – Bericht von den Karlstagen 2026
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Kaum eine rechte Veranstaltung sorgt auf X für so viele Diskussionen, oft ambivalenter Natur, wie die Karlstage, und das vor allem von Leuten, die gar nicht hingehen. Woran liegt das? An den verhältnismäßig hohen Preisen? An dem elitären Anspruch? An dem internationalen Charakter und der englischen Sprache der Vorträge?

Wir wollen diese Frage zwar nicht abschließend klären, aber sie ist Grund genug, nach der zweiten Auflage der Karlstage einen (subjektiven) Erlebnisbericht zu schreiben.

Das Wochenende beginnt

Die Karlstage, der deutsche Ableger der von Scyldings, ein Netzwerk international organisierter Rechter mit Schwerpunkt in der Anglospähre, veranstalteten Konferenzen, finden dieses Jahr zum zweiten Mal am letzten Aprilwochenende irgendwo in der ostdeutschen Provinz statt, in einem gehobenen Hotel, das wir ganz für uns allein haben. Die etwa 150 Teilnehmer sind nahezu ausschließlich junge Männer in ihren Zwanzigern (Es sind höchstens zehn Frauen anwesend), im Grunde alle mit akademischem Hintergrund.

Das ist ein wohltuender Unterschied zu den meisten rechten Veranstaltungen, wo man sich doch immer wieder von Boomern belehren lassen darf. Wenn wir die Teilnehmer einer bestimmten Strömung der Internetrechten zuordnen wollten, würden wir wohl am ehesten die Konsequent Frei Blase wählen. Die meisten Angereisten sind aus dem deutschsprachigen Raum, aber dem Charakter und Anspruch der Veranstaltung entsprechend finden sich auch viele internationale Vertreter, vor allem aus Großbritannien, dessen ehemaligen Kolonien und den übrigen Ländern Nord- und Mitteleuropas.

Der berüchtigte Dresscode (business or formal attire, wie es wörtlich hieß) wird dieses Jahr eingehalten. Letztes Jahr wurde er noch von einigen Teilnehmern ignoriert oder großzügig interpretiert. Dieses Jahr stellt sich nur die Frage, ob der Anzug mit oder ohne Krawatte getragen werden soll. Der elitäre Anspruch wird also optisch bereits erfüllt. (Wir reden nicht über Lambdas Kleidungswahl Samstagnachts.)

Die Smartphones bleiben auf den Zimmern

So viel zu den Formalien. Wie genau hat man sich jetzt aber den Ablauf vorzustellen? Nun, beim Einchecken wird man erstmal mit einer Hiobsbotschaft (zumindest nach den Maßstäben unseres Zeitalters) konfrontiert: Smartphones sind nur auf den Hotelzimmern erlaubt, während der Vorträge und auch sonst sind sie strengstens verboten. Dies ist aber keine Konsequenz des fanatischen Smartphonehasses diverser Youtuber unserer Szene, sondern einzig und allein von Sicherheitsbedenken. (Das versichert zumindest die Organisation).  Auch wenn einige Teilnehmer darauf eher mit Skepsis reagieren, wird es weitgehend eingehalten werden.

Nachdem ich mich von diesem Schock einigermaßen erholt habe, ist es an der Zeit, sich unter die Teilnehmer zu mischen. Man begegnet vielen alten Bekannten, sowohl aus dem echten Leben als auch aus dem Internet. Da bereits die Anwesenheit hier auf gemeinsame Interessen und vergleichbare Lebenslagen hindeutet, entstehen schnell anregende und kurzweilige Gespräche über verschiedenste Themen. (Auf die wir hier nicht eingehen werden.) Positiv zu vermerken: Die meisten Besucher sind nicht nur rechts, sondern auch jenseits ihrer politischen Einstellung interessante Persönlichkeiten.

Anwesend sind auch diverse rechte Medien, die die Veranstaltung unterstützen, darunter auch das Thymos-Magazin. Im Gespräch mit unserem Chefredakteur beschließen wir spontan, dass ich diesen Artikel über die Karlstage schreiben werde. (Genau so bin ich übrigens auch Thymos-Autor geworden, dieses Mal waren wir aber zumindest (zu dem Zeitpunkt) noch nüchtern.)

Der formelle Teil der Veranstaltung beginnt mit einem Sektempfang und der Eröffnungsrede von Wilhelm von Konsequent Frei, der auch als Moderator durch die weiteren Programmpunkte führen wird. Dann gibt es erstmal Abendessen. (Typisches Hotelbuffet, weder im Positiven noch im Negativen auffällig.)

Ein geballtes Vortragsprogramm

Dann beginnen endlich die mit Spannung erwarteten Vorträge, der erste Redner ist kein geringerer als der Schattenmacher höchstselbst. Der dunkle Herrscher hält seine Rede in perfektem Englisch zum Thema „politischer Realismus“ und liefert eine schonungslose, aber scharfsinnige Analyse unserer derzeitigen Situation, wobei er ein paar „Schwarzpillen“ nicht vermeiden kann. Im Anschluss an jeden Vortrag erhalten die Zuhörer die Möglichkeit Fragen zu stellen, wovon sie auch intensiv Gebrauch machen. Hierbei besteht immer die Gefahr, dass ein Vortrag gänzlich zerredet wird, aber Deutschlands rechter Vorzeigeyoutuber reagiert auf jede noch so kritische Frage gewohnt souverän und beantwortet alles zur allgemeinen Zufriedenheit.

Von den weiteren Vorträgen werden wir nur ein paar anekdotisch zur Erzeugung eines Stimmungsbildes wiedergeben. Allgemein gesagt: Sowohl die Themen als auch die Qualität der Vorträge gehen extrem weit auseinander. (Obwohl dies natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks des einzelnen Zuhörers ist.) Das Thema: „Reshaping Europe“ (wer dafür eine Übersetzung braucht, sollte auch nicht auf die nächsten Karlstage gehen) wird teilweise sehr frei interpretiert oder komplett ignoriert. Einige Vorträge sind nüchterne wissenschaftsbasierte Referate, die man, vom politischen Einschlag abgesehen, auch an einer Uni halten könnte, andere basieren eher auf Vibes (also genau wie dieser Bericht) und Weltanschauung.

Der australische Influencer Sol Brah verbindet beides mit einer Kombination aus vitalesoterischem Weltbild und tatsächlich hochwertigen Ernährungs- und Fitnesstipps.

Mr. Ammer skizziert die 6000-jährige Geschichte der Indoeuropäer und schließt seine Rede mit einem kämpferischen Aufruf und konkreten Ideen, dieses Erbe zu bewahren.

Den rhetorisch unterhaltsamsten Vortrag liefert der ebenso brillante wie exzentrische britische Professor Edward Dutton, der seine Rede mit einer Entschuldigung für die Politik seines Landes gegen Deutschland während der Weltkriege beginnt. (Dies inspiriert einige ausländische Gäste es ihm gleichzutun.) Anschließend zeichnet Dutton ein interessantes Charakterbild über einen der berüchtigtsten Staatsführer und Kriegstreiber des letzten Jahrhunderts. Seine englische Überheblichkeit hat er damit aber nicht abgelegt. Als ihn ein Zuhörer fragt, warum es mehr anglophile Deutsche als germanophile Engländer gibt, antwortet Dutton trocken: „Because we’re better!“

Der spanische Youtuber Europos liefert den intellektuell anspruchsvollsten Vortrag, indem er das Motto der Konferenz wörtlich nimmt und der „Politik der Formlosigkeit“ der herrschenden Kaste auf vielerlei Weise eine Strategie der „Wiederverzauberung Europas“ entgegensetzen möchte.

Den Schlusspunkt setzt der bekannte schwedische Influencer und Youtuber The Golden One mit einem flammenden Appell an paneuropäische Zusammenarbeit in Zeiten globaler Krisen und Umbrüche.

Zeit zum Netzwerken

Was passiert außerhalb der Vorträge? Nun, es wird viel gegessen und noch viel mehr bis spät in die Nacht getrunken. Wir haben die Hotelbar für uns und diese ist tatsächlich so lange offen bis die letzten Teilnehmer zu Bett gehen. Ausreichend Schlaf bekommen die Wenigsten an diesem Wochenende. Dafür ergeben sich aber umso mehr interessante Begegnungen und Gespräche, von denen ebenfalls nur ein grobes Stimmungsbild wiedergegeben werden kann:

Beim Frühstück sitze ich neben jemandem von den britischen Inseln, wie ich anhand seines gehobenen Englisch erkenne. Eine gute Gelegenheit meine sorgfältig vorbereiteten anglofeindlichen Ressentiments auszuspielen, aber zu meiner großen Enttäuschung entpuppt sich mein Sitznachbar als Ire, der mindestens ebenso viele antienglische Ressentiments pflegt wie ich. Da jedoch bekanntlich nichts so gut verbindet wie gemeinsame Xenophobie kommen wir schnell ins Gespräch.

Der Schattenmacher bietet sein Buch über Anarchotyrannei zum Verkauf an (das reißenden Absatz findet) und nimmt sich, in grobem Widerspruch zu seiner kaltherzigen Persönlichkeit auf Youtube, mit allergrößter Zuvorkommenheit und Freundlichkeit ausführlich Zeit, sämtliche Signaturwünsche seiner Bewunderer zu erfüllen.

Lambda erklärt (wenig überzeugend), warum Österreich besser als die BRD ist und (sehr überzeugend), warum Elephanten in Brandenburg angesiedelt werden sollten.

Samstagabends wird im Hotelpark ein großes Lagerfeuer entfacht. Um aber den internationalen Teilnehmern die Vorzüge der deutschen Kultur vollends zu verdeutlichen, organisiert Wilhelm (immer noch der von Konsequent Frei) eine Kneipe, also einen burschenschaftlichen Lieder- und Trinkabend. Für die musikalische Untermalung sorgt Versargo von der Krautzone am Klavier. Ich begegne meiner irischen Bekanntschaft vom Frühstück wieder, diesmal in Begleitung einer charmanten Australierin, die sich sehr interessiert an dem Konzept „deutsche Burschenschaften“ zeigt. Gesangstechnisch können unsere ausländischen Freunde zwar nicht mithalten, aber immerhin können sie gut trinken, und das ist ja die Hauptsache.

Fazit

Und dann ist das Wochenende auch schon wieder vorbei und es ist an der Zeit, die Heimreise anzutreten. Was bleibt also von den Karlstagen? Neben vielen neuen Eindrücken und neuen Bekanntschaften stellt sich natürlich die Frage nach dem tieferen Sinn, bzw. was aus so einer Veranstaltung entstehen kann. Finden wir hier künftige Stichwortgeber der AfD und anderer Rechtsparteien? Entstehen hier Netzwerke, die die Politik Europas und der Welt einmal entscheidend beeinflussen werden? Sind die Karlstage gar der Beginn einer rechten Kaderschmiede und ein Zeichen des kulturellen Sieges unserer Seite, wie Der Status vermerkte?

Vielleicht. Aber es ist zu früh, dies zu beurteilen. Am Ende wird der Erfolg der Rechten davon abhängen, ob es uns gelingt, fähige Leute in Schlüsselstellen von Politik und Wirtschaft zu bringen, oder die Entscheidungsträger dort auf unsere Seite zu ziehen. In dieser Hinsicht haben die Karlstage von allen rechten Veranstaltungen, an denen ich bisher teilgenommen habe, das größte Potential, da sie das hochwertigste Teilnehmerfeld bieten. Ob diese aber auch aktiv werden, sich vernetzen, rechte Projekte unterstützen und besagte Schlüsselfelder einnehmen werden, wird die Zukunft zeigen. (Dies gilt übrigens nicht nur für die Karlstage, sondern auch für die Rechte allgemein!) Die Eindrücke dieses Wochenendes stimmen mich jedenfalls optimistisch und ich plane auch die Karlstage 2027 wieder zu besuchen.

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