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Ein Statement für die Schönheit – Stellar Blade (2024)

Ben Gumper von Ben Gumper
25. August 2026
in Spiel
0
Ein Statement für die Schönheit – Stellar Blade (2024)
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Was braucht man heutzutage, um ein Videospiel zu promoten?

  • Ein gutes Kampfsystem?
  • Eine fesselnde Story?
  • Eine hervorragende Grafik?

Natürlich spielen Trailer, Demos und, gerade in der heutigen Zeit, Gaststars eine wichtige Rolle. Aber die beste und kostengünstigste Möglichkeit ist ein kontroverser Shitstorm in den sozialen Medien. Und am besten, wenn er von der linken feministischen Seite kommt, die es sich zum Ziel gemacht hat, alles Schöne und Gute in dieser Welt zu verdrängen. Denn wenn der Publisher Shift Up Stellar Blade zehn Jahre früher veröffentlicht hätte, wäre das Spiel international niemals so populär geworden.

Das Rad wurde nicht neu erfunden

Die Hauptgeschichte des Spiels dreht sich darum, dass in einer fernen Zukunft die Erde von einer monströsen Rasse namens Naytibas beherrscht wird, die Menschheit ihre Heimat verlassen muss und fortan um die Wiederbesiedlung kämpft.

Dabei verfolgen wir EVE, die Hauptprotagonistin des Spiels und einzige Überlebende der letzten Luftlandungsoperation, wie sie mit ihren Gefährten Adam und Lily durch die Ruinen der menschlichen Zivilisation reist und nach Möglichkeiten sucht, den Anführer der Naytibas zu finden und auszuschalten, was den Krieg beenden würde.

Ich gebe zu, dass ich kein großer Fan oder gar Experte für ostasiatische Videospiele bin, weil sie oft nicht meinem Geschmack entsprechen oder weil ich die ganze Symbolik oder die Anspielungen nicht verstehe. Dementsprechend habe ich mir die Kritik anderer Spieler angehört, die sich besser auskennen, und dabei erfahren: Die Hauptgeschichte scheint von NieR: Automata, Resident Evil und dem Buch Genesis abgekupfert zu sein, einschließlich der Musik und der Charaktere, mit Elementen aus Dark Souls, dem Kampfsystem aus Sekiro und dem Humor von Bayonetta.

Aber wie ich es in meiner Review zu Helldivers 2 gesagt habe: „Besser gut geklaut als schlecht kopiert.“

Natürlich stellt man sich die Frage, wie so ein Spiel, das fast überhaupt keine eigenen Ideen und nichts weltbewegend Revolutionäres an sich hat, dermaßen erfolgreich sein kann. Ganz einfach: Weil die Protagonistin EVE eine wunderschöne Frau ist, für die das koreanische Model Shin Jae-eun Modell gestanden hat.

Deswegen sind linke Feministinnen auf die Barrikaden gesprungen und haben von objektiver Ausbeutung der Frauen, der Verbreitung unrealistischer Schönheitsideale und so weiter und so fort gesprochen. Ach, und weil der Publisher Kim Hyung-tae sich als Anti-Feminist geoutet hat, weswegen er eine absolute No-Woke-Linie fährt und sich klar von der seit Jahren von linken Aktivisten betriebenen „Uglification“ (zu Deutsch: gezielte Hässlichmachung weiblicher Hauptfiguren) distanziert.

Sweet Baby Inc. und andere Streiter des linken Kulturkampfes

Schon seit Jahren herrscht im Westen ein Kulturkampf durch sämtliche Formen unseres Alltags, über die wir Informationen aufnehmen – sei es durch Kunst, Fernsehen, Lichtspielhäuser, Papier- oder Digitalmedien. Die Sprache und das geschriebene Wort werden durch Genderspeech verstümmelt. Kunst wird durch alberne Symbolik ersetzt. Filme und Serien werden durch Zwangsquoten und Wokeness ihrer Qualität beraubt.

Im Falle von Videospielen hat sich in den letzten Jahren der Trend entwickelt, weibliche Spielfiguren durch „Uglification“ gezielt hässlich zu entstellen. Ein bekanntes Beispiel wäre Aloy aus Horizon Zero Dawn aus dem Jahr 2016. Aloy war eine beliebte Spielfigur und wurde von vielen als der „schönste Hauptcharakter des Jahres“ gekürt. Dann kam die Fortsetzung und … ja, viele Spieler verstanden nicht, warum sie Aloy so … pummelig umgestaltet haben.

Aber da hört es nicht auf. Da wäre zum anderen MJ aus den Spider-Man-Spielen. Im ersten Teil war sie noch eine attraktive Rothaarige, im nächsten Teil hatte man ihr offensichtlich transähnliche Gesichtszüge verpasst. Oder Abby aus The Last of Us Part II, wo man sogar so weit gegangen ist, dass man das Gesicht der Synchronsprecherin, das man als Vorlage für Abbys Gesicht genommen hatte, mit dem Körper eines Bodybuilders kombiniert hat, was schon stark an Frankensteins Monster erinnert.

Anders wiederum bei männlichen Hauptfiguren: Hier verändern die Linken heutzutage den Charakter der Figur. Das haben sie z. B. bei Joel in The Last of Us Part II, bei Peter Parker in Spider-Man 2 oder bei Kratos in God of War: Ragnarök gemacht. Sie werden zu charakter- und rückgratlosen, verweichlichten Memes degradiert, die von einer „starken“ Frau herumkommandiert werden müssen. Also eine unheilige Kombination aus: „Schwachen Männern und hässlichen Frauen.“

Deswegen wirkte Stellar Blade fast schon wie ein erfrischendes Statement gegen die linke Verschandlung und wurde deswegen auch so stark angegriffen. Von „Sexualisierung“ bis hin zur „Vermittlung unrealistischer Schönheitsideale“ war die Rede. Von einem Angriff auf die „Body-Positivity“-Bewegung bis hin zu der Behauptung, dass das Spiel speziell für Incels gemacht worden sei und der Direktor offensichtlich selbst einer sei. Dumm nur, dass er mit einer wunderschönen Frau verheiratet ist, die im Übrigen auch die Ideengeberin des Spiels gewesen ist.

Kurzum: Der massive Angriff auf das Spiel hat ihm zu weltweiter Bekanntheit verholfen und es damit zum Erfolg gemacht.

Mein Eindruck

Um es klarzustellen: Das Spiel ist kein politisches Statement und transportiert auch keine entsprechende Botschaft, also sollte man nicht zu viel hineininterpretieren. Dazu ist die Story zu verwirrend, die Charaktere sind fast lächerlich und die Welt ist zu absurd. Es ist das, was man als koreanischen beziehungsweise fernöstlichen Humor bezeichnen kann, der in diesem Clip von Game One am besten zusammengefasst wird:

Kurz gesagt: Das Spiel spielt sich wie ein 20-stündiges koreanisches Musikvideo, bei dem sich der Soundtrack von Abschnitt zu Abschnitt und von Ereignis zu Ereignis verändert – von sanfter Melancholie bis hin zu rasantem Techno-Pop, wobei immer wieder lustige Seitenhiebe auf die Idol-Kultur gemacht werden, wie etwa das übertriebene Präsentieren von Getränkedosen in verschiedenen Posen.

Spielsteuerung

Dark-Souls- und Elden-Ring-Veteranen werden bei diesem Spiel auf ihre Kosten kommen. Das Angreifen, Blocken, Kontern und Ausweichen wirkt geradezu aus den besagten Spielen entnommen und, offen gestanden, sind diese Hack-and-Slay-Spiele nicht wirklich mein Ding. Dazu muss ich sagen, dass das Leveldesign … zu generisch wirkt. Zahlreiche Level sind im Grunde festgeschriebene Routen mit begrenzter freier Erkundung, und die Sprung- und Kletterpassagen sind schon im Vorhinein mit den gelben Markierungen des Kantenmalers gekennzeichnet. So weiß man einfach: Da geht es nicht weiter, hier kannst du hüpfen, da unten ist nichts usw.

Verglichen mit der freien Erkundung in Dark Souls oder Elden Ring wirkt es geradezu … fade. Damit will ich sagen: Die Welt von Stellar Blade erzählt keine Geschichte. Zum Beispiel fühlen sich die Ruinen der menschlichen Zivilisation nach nichts Besonderem an. Es gibt zwar Areale, die man frei erkunden kann, doch dabei handelt es sich leider meistens nur um wüstes Ödland und dementsprechend unspektakulär.

So wirkt XION, die letzte Stadt der Menschheit, leider eher wie eine Geisterstadt, in der abgesehen von einigen NPCs und Auftraggebern kein wirkliches Leben stattfindet. Dabei wäre genau das ein entscheidendes Element der Hauptgeschichte, die sich uns Stück für Stück eröffnet und dabei so gut in unsere Zeit passt, weil …

„Das Böse kann nichts erschaffen. Es kann nur das Bestehende nachahmen …“

… EVE ist kein Mensch. Sondern ein von der abtrünnigen KI Mother Sphere, die sich gegen die Menschheit gewandt hatte, geschaffener, im Spiel sogenannter Andro-Eidos. Was genau das ist oder was man darunter verstehen kann, wird nicht näher erklärt. Genauso stellen sich die Naytibas als die wahren ursprünglichen Menschen heraus, die im Krieg gegen die Maschinen in lebende Waffen umgestaltet wurden und dabei ihre Menschlichkeit verloren haben.

Mother Sphere versucht, die Erde mit ihrer eigenen Kreation von Menschen neu zu kolonisieren, scheitert aber ständig daran, weil ihre Kreationen nur Kopien ihrer Vorstellung von Menschen sind und deswegen unfähig, ihr eigenes Potenzial zu entfalten. Währenddessen arbeitet der Vater der Naytibas daran, jene Kolonisierung zu verhindern und das genetische Erbe der Menschheit zu retten, das noch übrig ist. Ein interessantes Thema, vor allem im Hinblick auf den Streit über KI-generierte Inhalte, Bilder und Werke und darum, wie minderwertig sie sind. Oder die Meldung, dass, um die KI zu trainieren, Zehntausende antiquierte Bücher gekauft, gescannt und anschließend zerstört werden.

Linke Heuchelei beim zweiten Teil

Der angekündigte zweite Teil ging wie eine Bombe durchs Internet. Zum einen, weil der zweite Teil offensichtlich kein Sequel, sondern eher ein Prequel ist und zu einer Zeit spielt, als die Menschheit noch die Erdoberfläche bevölkerte. Zum anderen wegen der Protagonistin des Spiels, Evie, deren Charakterdesign von einer Mischung aus Motoko Kusanagi aus Ghost in the Shell und Battle Angel Alita inspiriert wurde. Stein des Anstoßes war tatsächlich das etwas unklare Alter der Protagonistin, die für viele etwas zu jung aussah. Es dauerte keine fünf Minuten nach der Veröffentlichung des Trailers, bis links-woke Feministen überall auf der Welt den Machern des zweiten Teils Pädophilie vorwarfen und einen Boykott des Spiels forderten.

Der Publisher reagierte auf den Shitstorm auf die souveränste Weise, auf die ein Computerspielentwicklerstudio reagieren konnte: Indem er während einer Pressekonferenz verkündete, dass Evie genau wie EVE nicht nur über eine abwechslungsreiche Garderobe verfügen werde, sondern diese auch noch freizügiger und sexier sein werde als im ersten Teil. Ich muss wohl nicht betonen, wie die Reaktion der Linkswoken ausfiel. So bekam der zweite Teil innerhalb von Minuten einen weltweiten Bekanntheitsgrad, der den Verkaufserfolg des Spiels jetzt schon garantiert. Normalerweise würde mich so ein Shitstorm von links nicht interessieren.

Doch in Anbetracht der Vorwürfe dieser heuchlerischen Pseudomoralisten stieß mir das sauer auf – vor allem, wenn man vor Augen hat, was für sexuelle Abartigkeiten die Linkswoken in den letzten Jahren gefördert haben, bis hin zur Vorführung schwuler oder sonstiger Pornografie vor Grundschulkindern, um sie diversitätssensibel zu machen oder anderweitig politisch indoktrinieren zu können. In der Pressekonferenz teilte der Produzent im selben Atemzug mit, dass Evie 25 Jahre alt sei, um jedwedes Missverständnis auszuräumen. Trotzdem hat es nicht gereicht, die linken Massen zum Schweigen zu bringen.

Fazit

Wer kein Fan solcher Spiele ist und dementsprechend keine Lust hat, 70 Euro dafür auszugeben, dem empfehle ich, falls ihr eine PlayStation zu Hause habt, eine gebrauchte Version zu kaufen oder für den PC auf eine preisgünstige Schnäppchenwoche zu warten. Für diejenigen, die reinschnuppern wollen, gibt es eine Demoversion. Und auch wenn das Spiel nie als politisches Statement gedacht war und auch nicht den Höhepunkt der Kunst des Computerspiels darstellt, hat es mir eine Genugtuung verschafft zu wissen, dass seine bloße Existenz Tausende Linke auf die Palme gebracht hat.

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