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Warum Freelancer besser ist als der Star-Citizen-Scam

Bark von Bark
5. November 2026
in Spiel
0
Warum Freelancer besser ist als der Star-Citizen-Scam
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Ich hatte am Freiflug-Event der Star Citizen IAE 2025 teilgenommen. Für eine kurze Zeitspanne war es auch Spielern möglich, die noch nicht über den Tisch gezogen worden waren, das Spiel und eine begrenzte Anzahl an Raumschiffen darin auszutesten. Ich bin für diese kurze Zeit auch zum Sternenbürger geworden. Es war ein ernüchterndes Erlebnis, das mich Folgendes feststellen ließ:

  • Star Citizen ist eine reine Gelddruckmaschine für Vertreiber und Entwickler, die das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals fertigstellen werden.
  • Star Citizen ist bei weitem nicht fertig. Durch die Fülle an Fehlern ist es eigentlich nicht spielbar.
  • Star Citizen ist definitiv woke und die Gruppen, die daran arbeiten, sind es auch.
  • Das in die Jahre gekommene Freelancer ist besser als Star Citizen.

Ich habe meine Konsequenzen aus diesen Eindrücken gezogen, Star Citizen deinstalliert und Freelancer installiert.

Der halboffizielle Nachfolger von Starlancer

Starlancer beschreibt den Krieg im Sonnensystem zwischen zwei rivalisierenden Hypermächten: der marktwirtschaftlichen Allianz und der totalitären und kommunistischen Koalition. Die Allianz setzt sich aus vielen Nationen der Ersten Welt zusammen, die sich säuberlich in Schiffe und Geschwader auftrennen.

In der Koalition sind solche Grenzen verschwommen und abgesehen von einem allgemeinen slawisch-asiatischen Eindruck ist es der bedrückende, alles entwertende und entfremdende Multikulturalismus, auf den z. B. die deutsche Bundesregierung so geil ist, dass sie dafür sogar den Volkstod in Kauf nimmt.

Nachdem die Koalition einen hinterhältigen Erstschlag gegen die Allianz führt und dabei ein Kriegsverbrechen begeht, schlüpft man in die Rolle eines Piloten und macht fortan Jagd auf die Kommunisten. Fazit: Starlancer war schon sehr basiert.

Die Völker im Weltraum

Freelancers Vorgeschichte beginnt genau dort, wo der mittlerweile jahrhundertlange Krieg zwischen Allianz und Koalition endet. Das Sonnensystem liegt in Trümmern und auch andere Kriegsziele der Kommunisten wurden erreicht: Die Allianz verliert diesen Konflikt und entwickelt einen Plan, um ihre ethnopluralistische Vielfalt dem Bevölkerungsaustausch durch die Koalition zu entziehen. Zu diesem Zweck wurden Schlafschiffe gebaut: Kolossale, raumfahrende Koloniebauwerke, die die überlebenden Völker der Allianz in Sicherheit bringen sollen.

Ein US-amerikanisches, ein britisches, ein deutsches, ein japanisches und ein spanisches Kolonieschiff starten in den sogenannten Siriussektor. Die rückständige, in Seuchen, Ruinen und sonstigen Resultaten ihres Angriffskrieges zurückgelassene Koalition verfügt über keine Mittel, um sie aufzuhalten oder zu verfolgen.

Im Siriussektor bilden sich aus den fünf Schlafschiffen mehrere, systemumspannende Kolonien: Liberty (USA), Bretonia (UK), Rheinland (DE) und Kusari (JP). Die Hispania als Schlafschiff der romanischen Völker ist verschollen und man munkelt, dass eine einflussreiche Piratenfraktion daraus hervorgegangen sein soll. 800 Jahre sind nun seit dem Exodus der Ersten Welt aus dem Sonnensystem vergangen.

Innovative Mechaniken

Die grafische Oberfläche ist nicht so überladen wie in anderen Weltraumsimulationen

Freelancer (das englische Wort für einen freischaffenden, externen Mitarbeiter) spielt sich als dreidimensionaler Offene-Welt-Raumschiffsimulator, in dem man den gesamten Siriussektor nach Gutdünken bereisen und erforschen kann. Gesteuert wird das Spiel hauptsächlich über die Maus und wenige Tasten auf der Tastatur. Auch der Mehrspielermodus ist nicht unnötig verschlankt und ermöglicht es mehreren Piloten, ohne Rücksicht nach den Sternen (also lukrativen Aufträgen und Handelsrouten) zu greifen. Leider sind Freelancers Zeiten mit vollbesetzten Mehrspielersitzungen schon länger vorbei und sogar der populäre Hamburg-City-Server beheimatet nur noch einige wenige Nostalgiker.

Eine ethnopluralistische Weltraumoper

Mir als versprengtem Widerständler im dekonstruierten Ödland der Postmoderne erscheint das Spiel wie die Oase, die Mad Max im dritten Teil der Filmreihe das Leben rettet, während die gnadenlosen Sande der äußeren Welt Pferde und Menschen verschlingen.

Was mir heute auffällt, aber damals gar nicht zur Kenntnis genommen wurde (wohl, weil ich noch nicht täglich damit belästigt wurde), ist das völlige Fehlen von Afromenschen: Es ist ein weißes Universum mit ein paar Millionen Japanern als angenehme, sekludierte Nachbarsgesellschaft.

Natürlich ist es kein Paradies, weil das wäre ja dann doch ein wenig langweilig, die Nationen haben ihre Probleme, nicht solche wie wir, denn das wäre ein Alptraum, aber ja, sie haben ein paar Probleme. Z. B. Rheinland (DE) hat einen 80 Jahre langen Krieg gegen ein japanisches Gasschürferkonsortium um die Vorherrschaft über das Monopol für H-Treibstoff verloren. Im Krieg wurden massive Schulden aufgenommen, die an Liberty (USA) zurückgezahlt werden müssen. Als Folge davon wird großer Grundbesitz des Agrarplaneten Stuttgart an das amerikanische Synth Foods verpachtet, welches Billiglebensmittel herstellt und für seine kohlendioxidabhängigen Genkräuter die sauerstoffreiche Atmosphäre des Planeten verändert.

Das Spiel ist prall gefüllt mit solchen Hintergrundgeschichten und Nebenhandlungen, die aber leider nur bedingt den Aufbau der wenigen Auftragskategorien verändern.

Die freie Marktwirtschaft macht einfach Spaß

Jeder handwerklich veranlagte und auch nur ein klein wenig fleißige Mensch da draußen wird das auch in seinem täglichen Leben beobachtet haben: Sich seiner eigenen Fähigkeiten und Stärken zu bedienen und mit ihnen Geld zu verdienen, kann, abhängig von der Tätigkeit, sehr viel Spaß machen und ist in der Tat ein erfüllender Bestandteil des Lebens.

Anderen durch seine Fähigkeiten helfen zu können und ihnen so Frust und Schwierigkeit zu ersparen, ist erstmal total männlich und führt neben dem Umstand, seinen Lebensunterhalt damit bestreiten zu können, auch zu angenehmen Beziehungsdynamiken und ist nicht selten der Zündfunke menschlicher Interaktion.

Sich frei entscheiden zu können, wie man seine Fähigkeiten nutzt, die Produkte seiner Arbeit an andere zu verkaufen und damit wohlhabend zu werden, ergo frei-marktwirtschaftlich tätig zu sein, macht einfach Spaß, und dieser Spaß wird von einem übergriffigen Staat und bescheuerten Linken viel zu oft zerstört, die vorschreiben wollen, wie und ab wann man seine Fähigkeiten nutzen darf und die die Erlöse daraus (wenn wir ganz ehrlich sind) vollständig stehlen wollen.

Das passiert aber nicht in Freelancer. Man kann sich neue Schiffe kaufen, Aufträge annehmen und die Belohnung steuerfrei einstreichen und Handel treiben. Man wird zwar ab und an gescannt, ob man das genetisch-verändernde Schaumkraut mit sich führt, aber wenn man Diamanten für wenige hundert Credits in Rheinland kauft und sie dann für Tausende von Credits in Kusari verkauft, muss man weder seine Umsätze offenlegen noch einen Kotau vor einem nicht existenten Finanzamt vollführen. Die einzigen Kommunisten im Siriussektor sind dort, wo sie hingehören: Unter den Kriminellen.

Eine kleine Kampagne und der Grund dafür

Ich zähle wichtige Schlüsselmomente einmal auf: In der Einzelspielerkampagne verfolgt man die Geschichte des bretonischen (also britischen) Raumfahrers Edison Trent. Blondhaarig, blauäugig und von starker Statur präsentiert er uns ein männliches Körperideal für einen Spielcharakter, welches heute bei den Borddiskussionen der von China und linken DEI-Konsortien korrumpierten AAA-Spielekonzerne keinen großen Anklang mehr finden wird. Damals waren die Prioritäten bei solchen Entscheidungen wirklich noch andere und Edison gelingt es, den Spieler über eine fehlende, individuelle Spielcharaktererstellung hinwegzutrösten.

Es beginnt mit Trents finanziellem Ruin als Folge eines Terroranschlages, den er nur knapp überlebt. Seines Schiffes, der damit verbundenen Autonomie, der kostbaren Fracht und seines Geldes beraubt, strandet er im New-York-System, welches nicht so verlaust zu sein scheint wie sein städtisches Echtwelt-Äquivalent.

Das großstädtische Panorama der Kernwelt Manhattan (was einem fast schon Respekt abringen kann) wird immer noch vom gut erhaltenen Schlafschiff, mit welchem damals die Flucht aus dem Heimatsystem der Menschheit vollzogen wurde, geschmückt.

Selbst wenn Trent nicht von Grund auf ein geschäftstüchtiger Arbeiter wäre: Mit nur fünfhundert Credits auf dem Konto und praktisch gefangen auf dem teuersten Planeten des Sektors wird er nicht drum herumkommen, sich eine Beschäftigung zu suchen. Eine linke Behörde zur Verteilung der Steuerknete der Liberty-Bürger an Grenzwelt-Vagabunden gibt es in diesem Universum nicht.

Trent trifft dort auf die japanischstämmige Jun’Ko Zane, genannt Juni, die zwar für die LSF (Liberty Security Forces) arbeitet, deren phänotypische Zugehörigkeit aber mindestens einmal zum Ausschlusskriterium für eine Mission wird. Juni „schenkt“ Trent das billigste Schiff, welches durch ein Gateway (ein Netzwerk von system-durchziehenden Ringen, die die durchfliegenden Schiffe auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen) fliegen kann, ohne zerrissen zu werden. In den darauffolgenden Missionen arbeitet Trent für die unterbesetzten LSF und kann sich bald schon bessere Schiffe kaufen, darunter das Modell Patriot, welches auch von der privatisierten Liberty-Polizei genutzt wird.

Juni, so japanisch, wie es 3D-Modelle zu der Zeit zuließen

Beide werden binnen kürzester Zeit in eine Verschwörung hineingezogen, als Terroristen gebrandmarkt und müssen sich, verfolgt von einer steigenden Zahl unterschiedlicher Organisationen, durch den Sirius-Sektor flüchten. Eine der ersten Fraktionen, die sich der Jagd auf Trent und Juni anschließen, sind die Rheinländer, also die Deutschen.

Nicht schon wieder die Deutschen!

Keine Panik: Die Rheinländer bilden zwar zum Anfang hin den Kern der feindlichen Einheiten, aber es ist komplizierter, und die Rheinländer sind nur die ersten Opfer eines systemumspannenden Komplotts außerirdischer Mächte. Es treten auch mehrere rheinländische Verbündete auf und wenn die Hintergründe der außerirdischen Körperfresserverschwörung erstmal bekannt sind, kann man in den Auftritt der Rheinländer überhaupt nicht mehr Imperialismus und/oder Nationalismus hineindeuten, so wie es besessene Linke gerne machen.

Die abenteuerliche Flucht führt Trent durch alle Gebiete des Sirius-Sektors, z. B. zum Planeten Leeds in Bretonia, Trents Heimatwelt, auf dem dieser von seinem Kumpel und Mentor Tobias zurechtgewiesen wird, da er seiner Heimat und seinen Freunden für ein Hirngespinst den Rücken gekehrt hat (basiert).

Eine große Verschwörung

Auch der Kusari-Raum wird später zum Ziel, um einen verschwörerischen Gouverneur zu stellen. Hier wirft Trent Juni vor, sich der „radikalen Linken“ anschließen zu wollen (auch basiert). Die „radikale Linke“ ist hier die Organisation der Blutdrachen um den Aktivisten Ozu, Loyalisten eines gestürzten und entehrten Shoguns, also einfach Oppositionelle. Für heutige Maßstäbe unvorstellbar, dass das politische Spektrum mal nicht basal zwischen komplett geisteskrank und normal aufgeteilt war.

Wenn es später darum geht, einen rheinländischen Kontaktmann zu extrahieren, wird Juni vom Missionsgeber „ausselektiert“, weil sie nicht deutsch genug aussieht (sehr basiert), also muss der blonde Trent einen Ausflug ins Rheinland-System starten. Der zu dieser Zeit erreichte Fortschritt in der Geschichte macht es nötig, dass rheinländische Nachrichtenkanäle mit Kriegspropaganda geflutet werden. Hier ist dem Spieler die Körperfresserverschwörung aber auch schon hinlänglich bekannt.

Ein weiterer Schlüsselmoment ereignet sich bei der Rettung der liberta…der US-Präsidentin eben. Trent und Juni machen sich auf, um sie zu retten, und erschießen dabei den fremdgesteuerten, rasseverräterischen, rheinländischen Kanzler (wir distanzieren uns).

Fazit

Die Kampagne erscheint, verglichen mit der doch gigantischen Sammlung an Hintergrundgeschichten und -handlungen vergleichsweise mickrig, doch das hat einen Grund: Anfänglich war an der Entwicklung von Freelancer doch auch Chris Roberts beteiligt. Ja, der gleiche Chris Roberts, der nun mit seinen woken Teams seit mehr als einem Jahrzehnt am extrem fehlerhaften Star Citizen herumpfuscht. Er verließ das Projekt nach der Übernahme durch Microsoft und einer grundsätzlichen Änderung der kreativen Richtung. Wäre das nicht geschehen, würden wir vermutlich heute noch auf Freelancer warten.

Kein gewerblicher Verkauf mehr, daher frei verfügbar auf Abandonware; wer die Mehrspielererfahrung sucht, kann sich dem stark entvölkerten Hamburg-City-Server anschließen. Wer weiß: Vielleicht erlebt er ja ein neues Hoch. Freelancer hätte es verdient.

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